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R I C K S
"Bambus"
Bambus richtig einkaufen
und bearbeiten!
Materialkunde, kleines 1x1
des
Bambus vereinfacht in Kurzform
Bambus ist ein
hoch interessantes Gewächs und besonders faszinierend ist seine
Wachstums-Geschwindigkeit mit Arten, die über 20 Zentimeter pro Tag
wachsen und bis zu 30 Meter erreichen.Bambus gehört zur
den Süßgrässern. Es ist kein Holz, aber es hat eine ähnliche
Struktur und Eigenschaften wie Holz, nur das es Hohl ist und
trotzdem, viel stabiler sein kann. Dadurch hat es die selben
Vorteile, aber auch Nachteile, wie ich weiter unten ausführe Eine
Besonderheit jedoch ist, dass die Zellen der Halme neben, den auch
bei unseren Holzpflanzen üblichen Lignin, zusätzlich Siliciumdioxid
enthalten. Dadurch erreicht diese Pflanze eine enorme Härte, die wir
alle so bewundern und in vielen Bereichen im Asiatischen Raum als das
Konstruktions- und Baustoff gilt und für unsere Bondage immer
beliebter wird, obwohl bezüglich der Lastfähigkeit, es lange nicht
brauchen.
Der Einkauf
Hier zu lande ist
Bambus eine Saison-Ware, sprich in der Regel nur in Sommer
erhältlich! Leider ist Bambus
in den Rohrstärken und Größen die wir manchmal wünschen nicht an
jeder Ecke erhältlich, die Baumärkte haben oft eine nur bedürftige
Auswahl und diese ist meisten nicht gerade in dem Zustand, wie wir
uns es ebenso wünschen. Also müssen wir uns an den Großhandel oder
den sogenannten „Bambus-Farmen“ oder Bambus-Fachgeschäfte
wenden. Das ist aber erstmal nicht das große Problem. Aber es gilt
dabei, wenn ich wirklich keinen Händler oder eine solchen Farm oder
Baumarkt, der schönen Bambus führt, in der Nähe habe, wo ich
selbst hin gehen kann und statt dessen bestellen und liefern lassen
muss, dann empfehle ich:
Mit einen nur
kleinen Verhandlungsgeschick, den/die Verkäufer(in) nach den
gewünschte(n) Rohr(en) nach bestimmten Kriterien aussuchen zu lassen
und diese dann geliefert zu bekommen.
-
Wandstärke des Rohrs
möglichst dick, je mehr Wandstärke, umso stabiler ist das Rohr
-
Rissfreie(s) Rohr(en) aus
zu suchen
-
Gerades Rohr, das sind sie
meistens, aber auch krumme Rohren kommen vor!
Wichtig(!): Und
das ist kein Scherz(!), es empfehlt sich nach dem Wetter-Voraussagen
zu bestellen. Ist also die geplante oder angekündigten
Lieferzeitraum extrem heiß, so gilt abzuwarten bis das Wetter milde
ist oder kühl. Denn, aufgrund der Länge, werden die Rohre per
Spedition geschickt/geliefert. Das bedeutet in einen LKW mit Plane
oder Koffer (Kasten) die allerdings im Sommer extrem stark auf
heißen! Risse die dann erst entstehen, sind garantiert!
Gute Erfahrung habe ich gemacht mit:
bambus-info.de/
und
fischers-lagerhaus.de
dort gibt es nur ein Maß, nämlich 11 Meter Rohren zu einen sagenhaften
Preis von etwa ¤ 33,00
Nur Selbstabholung in Raum Wuppertal
Bekommt Man/Frau
die Rohren im Winter (Rest-Posten) in einen Baumarkt, dort stehen sie
in dem Außenbereich in der Kälte meistens, dann bitte nicht gerade
die Auto-Heißung auf der Heimfahrt brummen lassen und gleich weiter
ins mollig warme Heim abstellen oder Lagern. Das Material muss kühl
gelagert werden und die Chance haben, sich zu auto klimatisieren,
das dauert. Es ist meistens der plötzlich extreme Wechsel, der u.a.
das Rohr zum platzen bringt. Erklärung dazu:
Was passiert, wieso
platzt ein Rohr
eigentlich?
Wie oben
beschrieben ist Bambus mit Holz gleich zu setzen. Da es sich um ein
Rohr handelt, können wir hier es sogar direkt mit einen
Holzrundstab, das aus einen Kernholzstück gehobelt wurde gleich
setzten, siehe dazu Skizze. Unterschied nur
und somit ein erheblicher Nachteil, unser Bambus ist hohl. Das Bambus
hat
eine Zellen-Struktur bzw. Kapillarzellen, die das Wasser und die
Nährstoffe transportieren

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Die
Kapillar-Zellen der Jahresringe des Baumes und in den Mantel des
Bambus-Rohrs ziehen sich beim Trocknen kreisförmig zusammen...
...es entsteht Spannung.
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Das Rohr
platzt an einer Stelle auf! Der unerwünschte Riss ist da! Zum
Vergleich
der
Holz-Rundstab
als
Kernholz!
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Es
gilt
also
dieser
Feuchtigkeits-Austausch/Wechsel
in
diesen
Zellen
möglichst
in
einen
geringen Spektrum zu halten und somit wenig „Bewegung“ oder
besser Dehnung/Zusammenziehen dieser Zellen und somit des Materials
zu vermeiden! Bambus ist
sehr
empfindlich und darf größere Temperatur-Schwankungen nicht
ausgeliefert werden. Besonders hohe Temperaturen lassen das Rohr
schnell reißen bzw. aufplatzen! Wird das Rohr also stark erhitzt,
ziehen sich die Zellen zusammen weil das Wasser sich entzieht, das
geht schnell. Da dies Kreisförmig geschieht logischer Weise
entsteht Spannung und an einer Stelle reisen die Zellen schlicht weg
dann auseinander, wir haben den unerwünschten Riss! Je weiter der
Riss auseinander geht, je geringer die Chance, diesen wieder zusammen
zu bekommen. Feuchtigkeit zu zufügen bringt nichts. Wir können
aber
an den abgesägten Enden Lack auftrage oder ein Firnis-Öl (kleine
Flaschen gibt’s z.b. nbeim Künstler-Bedarf) auftragen und
einziehen lassen.
Also:damit werden
die offenen Schnitt-Stellen geschlossen und somit das Ende fast
geschlossen und der Wasser-Austausch, die Kapillar-Wirkung ist stark
behindert. Aber, auch
Feuchtigkeit geht durch bzw. der Feuchtigkeit-Austausch geht auch
über die Oberfläche des Rohrs.
Pflege
und
Lagerung
Wie also bereits
oben erkennbar beschrieben, nie in der Nähe von Heizkörpern oder
Räumen mit hoher Temperatur (durch Heizen im Winter) lagern oder zum
Beispiel im Sommer in Räumen, die stark auf heizen, zum Beispiel
Dachwohnungen sind öfters ein Problem. Gerade das
Auto im
Sommer kann zum Problem werden. Erst wenn ich zur Party,
Fessel-Treffen oder Auftritt losfahre, lade ich in letzter Sekunde
auch die Rohren ins Auto!
Sägen,
Schleifen und Bohren
Nun, viel haben
wir hier nicht vor, aber schnell haben wir viele Fehler gemacht und
die teure Beschaffung unwiderruflich beschädigt. Wir wollen und
müssen unsere Rohre auf richtige Länge bringen, die scharfen
Schnitt-Stellen „brechen“, so heißt es im Fach-Sprache und
vielleicht wollen wir Löcher durchbohren, so wie ich das teilweise
habe. Als weitere Tipp
empfehle ich immer die Schnittstellen ca. zwischen 5 bis 10
Zentimeter hinter den Knoten (Nodien) setzen, da dann die Enden auch
nicht so schnell Risse bekommen können. So bleiben die Enden stabil. Da
nun Bambus sehr
lang faserig ist, dabei schnell splittert, ist hier Vorsicht geboten
und vor allem gutes Schneide- und Bohrwerkzeug wichtig. Nie das Rohr
von
oben nach unten durchsägen, sondern nach erfolgreicher Markierung
eines Tesa-Streifens (Tesa-Crepp) um das ganze Rohr herum, um so auch
auch eine Führung Linie zu haben, an der gewünschten Schnitt-Stelle
fixiert, dann ringsherum, das Rohr „ansägen“ mit einer gut
geschränkten und scharfen Holz-Säge dann erst durchtrennen. Auch
hier nicht Von einer Seite durch bis zur unteren Seite, sondern
leicht einsägen, dann etwas drehen, die an gesägte Stelle auch
tiefer einsägen und usw., so dass nie die Säge gegen die Oberfläche
Austritt. Dann die Kanten und das Ende glatt schleifen. Erst(!), das
ist wichtig, die Kante brechen (anfeilen) Von der Oberfläche nur in
Richtung nach innen 45° schräge und immer am besten mit einer
Holzfeile immer nur in einer Richtung, die Feile über die Kante
ziehen. Dann erst die Fläche des Rohr-Endes nochmal glatt schleifen!
NICHT umgekehrt, da dann die Fasern bis zum Ende führen und das
Scheif-Papier, das ihr z.b. auf einer Schleifklotz hab, an der den
Faser-Ende der Oberfläche hängen bleiben kann durch die Auf- und
Ab-Bewegung und dann etliche Zentimeter absplittern. Ist erst die
Kante abgeschrägt, kann das nicht passieren!
Bohren
Nur gute
Holz-Bohrer, keine handelsüblichen HSS-Bohrer aus dem Baumarkt.
Diese sogenannten Spiralbohrer haben eine Zentrier-Spitze, das ist
schon mal sehr wichtig und zwei Vorschneider, die Kreisförmig die
Oberfläche anreisen und dann wenn der Bohrer tiefer eindringt, die
Spirale ohne ein ausreisen der Bohrkante verursachen kann! Eine hohe
Drehzahl
mit langsamen Drücken. Für ungeübte empfehle ich, einen
Bohrständer! Damit kann man Bohrdruck und Geschwindigkeit bestens
kontrollieren. Für einen guten
Holzbohrer, durch gehend gehärtet und geschliffen im 12mm bis 16mm
Bereich kosten bis zu 10-12 Euro. Die Baumarkt
Bohrer sind in schlechter Qualität, teilweise nur 3-4 Euro aber ich
habe auch gesehen, das da 12 Euro verlangt wurde, Fänger weg und
lieber in den Fachbetrieb. Ich persönlich
bevorzuge einen Schälbohrer. Mit diesem kann man je nach Größe
verschiedene Bohrlöcher bohren. Das Durchmesser des Lochs wird
dadurch bestimmt, wie tief ich hinein bohre!
Oberflächen-Behandlung
Außer den Enden
behandeln, wie oben beschrieben, braucht ihr eigentlich nichts mehr
machen. Die natürliche Schicht des Bambus ist bereits eine
einzigartige Oberfläche, besser veredeln, wie wir Schreiner im
Holzbereich es ausdrücken, können wir es nicht. Wenn ihr aber einen
bestimmten Farbton wünscht, könnte ihr diese lackieren! Dazu ist es
nötig, das Rohr auf der Oberfläche sehr gut an zu schleifen, die
Oberfläche ist hart(!), glatt und dadurch sehr abweisend wenn es um die
Haftung des Lackes geht. Diese schöne edle Schicht muss also gut an
geschliffen sein,
sogar herunter geschliffen werden. Es
empfehlt sich
mit gutes und scharfes Schleifpapier im 120er Körnung per Hand oder
80er Körnung per Maschine (Exenter- oder Schwing-Schleifer) zu
nehmen. Übrigens das normale Schleifpapier für Holz empfehle ich
nicht. Am besten ist das handelsübliche Nass-Schleifpapier.
Reparatur, Risse verleimen
In den Riss,
Weißleim ein schmeieren. Keinen Express-Leim verwenden, dann könnt
ihr in Ruhe arbeiten ohne Druck, da dieser nicht so schnell bindet.
Eine ¼ Stunde ist schnell herum, falls es mal fummelig wird. Zwinge
ansetzen und leicht spannen und eine zweite Zwinge in Linie mit dem
Riss ansetzen um ein Gegendruck zu erzeugen, notfalls nochmal die
erste Zwinge nach spannen und dann nochmal die zweite Zwinge
nachspannen bis der Riss geschlossen ist. Da das Rohr aufgrund das es
Rund ist, Oval gedrückt wird wenn nur eine Zwinge (Erste) angesetzt
wird und die Leim-Stelle auch auf der Oberfläche nicht schließt.
Generell, müssen die Leim-Flächen sauber auf einander gesetzt
werden und unter Druck stehen. Der Leim-Film muss dabei möglichst
dünn sein. Erst dann erreicht man eine sehr feste Verbindung, die
sogar stabiler ist. Ist die Spalt nicht richtig geschlossen und wird
nur mit Leim ausgefüllt, ist keine stabile Verbindung vorhanden, im
Gegenteil, der Leim, der dann mehr die Öffnung füllt und da durch
eine gewisse Dicke hat, kann, wie Glas fast brechen. Wir wollen ja
auch den Spalt schließen. Zusätzlich können wir auch Kabelbinder
(gute) einsetzen! Der überschüssige Leim der aus quillt wischt man
mit einen feuchten Lappen restlos weg. Dann sieht man auch, ob die
Stelle geschlossen ist, wenn nicht, nochmal nach spannen. Aber hier
sollte Vorsicht geboten sein, zwar muss Druck da sein, aber wir
wollen das Rohr nicht mit neuen Rissen versehen, durch zu viel Druck.
Leim-Reste müssen auf der Oberfläche restlos entfernt werden, sind
diese erst hart geworden, sind diese schwer zu entfernen, ohne die
Oberfläche zu beschädigen!

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| Das Rohr wird oval gedrückt, der
Riss schließt nicht richtig, der Holzleim kann nicht binden. Die Pfeile
stellen den Druck der Zwingen da. |
Qualität lohnt sich, den richtigen
Bohrer oder sonstiges Werkzeug. Dies gilt nicht nur für Bambus,
sondern allgemein für das Bearbeiten von Holz.
Nicht umsonst
boomen die Baumärkte. Immer mehr bauen diese Ihre Märkte aus ,
immer größer, immer mehr Angebote und leider immer mehr die
Bemühungen oder das sugerieren der angebotene Professionalität. Der
Schein trügt oft aber auch hier gerade auf dem Werkzeug-Sektor! Das
hängt mit der Gewinnspanne zusammen, die bei Produkten gezielt
erreicht werden kann, hoher Preis, nicht erkennbare geringe Qualität,
die aber fälschlicher Weise als Solche angepriesen wird. Gerade bei
Kleinartikel, z.b. Bohrer und Kleinst-Zubehör macht sich das
bemerkbar im Gewinn bei den Anbietern! So kostet der
Spiralbohrer 16mm mit Zentrier-Spitze und Vorschneider (speziell für
Holz! - kein normalen HSS-Bohrer) nicht selten bis zu 10-12 Euro. Im
Fachmarkt bekomme ich den Bohrer eines renommierten Herstellers für
10 Euro. Dieser ist aber in hoher Qualität, durchgehend gehärtet,
geschliffen, nicht gewalzt etc. und kann, was oft wichtig ist , zum
Beispiel bei Weichholz, mit sehr viel höhere Drehzahl gebohrt werden
ohne das er gleich verglüht. Ergebnis, besseres Bohrergebnis (reißt
weniger aus) bzw. sauberes Loch! bDer Baumarktbohrer
ist oft in schlechter Qualität, wird sehr schnell extrem heiß und wird
auch schnell stumpf dadurch. Auch seine Schärfe ist von Anfang an
nicht besonders hoch! Meine Unterstellung dabei ist, das nicht selten
gerade deswegen der Baumarkt mit diesen Produkt einen weit aus
größeren Gewinnspanne hat, zusammen mit vielen anderen Produkten,
dann diesen Erfolg erreichen kann.Es lohnt sich also
der Blick in den Fachmarkt, gerade wer empfindliches Material bohren
und sägen will, das sehr schnell splittert. Hat man früher nur als
Handwerker mit nachweislichen Bescheinigung oder Betrieb dort
einkaufen können mit angelegten Kundenkartei etc. sind aber
inzwischen oft gerade den privaten Verbraucher ebenso aufgeschlossen
gegenüber und verkaufen diesen gerne Ihre meistens in hoher Qualität
Ihre Produkte. Und preislich ist
Man/Frau oft nicht einmal schlechter bestellt!
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